Donnerstag, den 7. Juni 2018

Länge: 14 km

Höhenmeter: +/- 200 m

Es begab sich einmal vor vielen Jahren, dass in der sächsischen Oberlausitz nahe der böhmischen Grenze der Räuberhauptmann Karasek sein „Unwesen“ trieb. Dieses geschah zu einer Zeit, als es in Sachsen, genauer in der Oberlausitz, mit Schirgiswalde und Niederleutersdorf zwei böhmische Inseln, sogenannte Enklaven, gab. Wir wollen heute die ehemalige Enklave Niederleutersdorf besuchen.

Vom Windmühlenberg nach Norden nehmen wir die Wanderlustigen aus den KIEZ auf und wenden uns östlich in Richtung Neuleutersdorf. Die sich anschließende ehemalige Enklave Niederleutersdorf (seit 1849 wieder zu Sachsen gehöhrend) zeigt in etlichen Schautafeln ihre Geschichte, Kreibichschänke und Karasekschänke seien nur Beispiele hierfür genannt.

Nach vielen Verhandlungen gelangen schließlich 1848 bzw. 1849 die beiden Enklaven Schirgiswalde und Niederleutersdorf endgültig nach Sachsen. Noch heute kann man in der Oberlausitz viele Spuren aus dieser Zeit entdecken. So wird etwa mit Leutersdorf heute vor allem ein Name verbunden: Johannes Karasek.

Unser Weg führt uns über über die Ortsteile Josephstal und Folge zum Großen Stein, auch Goethestein genannt (471m). Der Gipfel lässt aus der richtigen Perspektive den Kopf von Goethe nachempfinden. Dazu eine Geschichte: Als ein Blitz dem „Goethe“ die Nase abschlug, mauerten Einwohner diese wieder an den Felsen.

Zurück nach Seifhennersdorf gehen wir auf der Lausitzer Schlange, einem gebietsübergreifenden Wanderweg. Die Möglichkeit, das liebevoll gestaltete private Eisenbahnmuseum zu besuchen, rundet die Wanderung ab.

Text: Rolf Liebig